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Landschaft
Die zentrale Lage und die große Linie der Stargarder Landschaft erschließen sich völlig, wenn man sie vom S t a r g a r d e r B u r g t u r m herab betrachtet. Neubrandenburg mit seiner schönen Marienkirche und mit dem hochragenden Treptower Tor liegen fast zum Greifen nahe. Oft kann man die Marienkirche und die Fabrikschornsteine von Friedland sowie Woldegks Wahrzeichen, die drei hochgelegenen Windmühlen, deutlich erkennen. Im Osten bilden die bewaldeten Höhen von Helpt den Abschluss am Horizont. Im Süden und Westen stellt sich der Hochwald des Hagens zum guten Teil einer umfassenden Sicht in die Weite entgegen. Doch überragt ihn in der Ferne eine Höhe des Zechows (Keulenberg). Teile des Ufers von Tollense und Lieps sowie die Pfarrkirche der Stadt Penzlin kann man im Westen erkennen. Näherbei sieht man zahlreiche Dörfer, die in früheren Zeiten im Besitz der alten Stargarder Burgmannen-Geschlechter waren. Deutlich erkennt man, dass das Rückgrat der Landschaft um Burg und Stadt Stargard durch die sogenannte L i n d e gebildet wird. Der Bach ist der bescheidene Überrest von breiten und tiefen Schmelzwasserrinnen der Eiszeit.
Größere und kleinere eiszeitliche Schmelzwasserrinnen, so die der "roden beke" (1539, Untergrund ockerhaltig; entspringt in der Gegend von Sabel) und des "St. Georgsbaches" (1621, 1661, Grenzgraben zur Bargensdorfer Feldmark, benannt nach dem im 16. Jahrhundert abgebrochenen, auf dem jetzigen Bahnhofsgelände gelegenen St. Georgs-Hospital) sowie die Ausschürfungen des Grundeises haben aus der Grundmoränenebene, die nach dem Schmelzen der gewaltigen, aus Schweden und Finnland stammenden Gletschereismassen liegen geblieben war, eine Anzahl von schön gelegenen Kuppen herausgearbeitet.
Sie springen oft bastionsartig in die Talungen vor. So vor allem der Burgberg mit dem Schnakenberg. Die Einsattelung des "Meßweges" trennt den Burgberg von dem Rücken des "Kleinen Hagens". Beim "Schäferstein" geht es steil in das Bachtal hinunter. Ebenso steil geht es auf der anderen Seite zum "Papageienberg" hinauf. - Die quer über den Berg sich ziehenden Schanzen sind ein Stück der Stargarder Stadtbefestigung. Jenseits des künstlichen Hohlweges liegt der von Birken eingerahmte Friedhofsberg. Die Senkung beim "Teufelsbruch" trennt ihn von dem Töpfer- bzw. "Galgenberg".
(Siehe auch: "Stadtrundweg über die sieben Berge")
Zwischen diesem und der Lehmkuppe des Klüschenberges hatte sich in der Eiszeit ein Stausee gebildet, bis die Wassermassen die Sperre durchbrachen und fortan als Bach dahinflossen. - Seit einigen Jahren ist der Mühlenteich und eine Strecke des Baches wieder zu einem kleinen See erweitert worden.
Zum längeren Verweilen lockt an heißen Sommertagen der mit schönen Eichen bestandene Klüschenberg (heute ein Berg voller Tiere), ein idealer Platz für einen mittelalterlichen Klausner und - für den modernen Wanderer, der die Ruhe liebt. Der stets wechselnde Blick auf Burg und Stadt, in die Täler und auf die Höhen entschädigt für die Mühen einer Berg-und-Tal-Wanderung rings um die in einer tiefen Talgabelung eingebetteten Stadt.
Eine Wanderung zur alten Papiermühle, und von dort über die Hinterste Mühle nach Neubrandenburg, sollte niemand versäumen. Ebenso wird der prachtvolle Buchenwald des Hagens (früher "Großer Hagen") den Naturfreund entzücken. Er bietet die Möglichkeit, dauernd durch Wald bis zu den Ufern der Tollense zu wandern.





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