Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

Deutschlands Grenzen zu den europäischen Nachbarn abgeriegelt, ja sogar die Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern untersagt, viele öffentliche Einrichtungen und Geschäfte waren in den letzten Wochen dicht und das tägliche Leben nahezu lahmgelegt: Was für die Allermeisten von uns noch vor wenigen Wochen unvorstellbar, wurde durch das Coronavirus und seine weitreichenden Auswirkungen auch für uns im Stargarder Land innerhalb kürzester Zeit zur Realität.

Unsere globalisierte Welt, deren Vorteile wir alle gern für uns nutzen, in der Viren jedoch mühelos jegliche Grenzen passieren, ist plötzlich und unversehens in die wohl größte soziale Krise geraten, wie wir sie uns noch vor Kurzem nicht hätten denken können! Unsere Stadt und die amtsangehörigen Gemeinden sind natürlich ebenfalls betroffen, auch wenn die bisher verordneten Kontaktbeschränkungen im alltäglichen Leben von Vielen weitestgehend noch als hinnehmbar wahrgenommen wurden. Mein Eindruck ist bisher, dass die allermeisten Menschen im Stargarder Land den Anordnungen auch folgen. Allerdings, und das ist leider ebenfalls häufig festzustellen, gibt es auch Einige, die die Beschränkungen eben nicht so richtig ernst nehmen, obwohl sie möglicherweise sogar zu den sogenannten Risikogruppen zählen. Hier kann ich nur erneut appellieren, dass wir alle den Empfehlungen und konkreten Weisungen auch Folge leisten, wenn wir es nicht riskieren wollen, dass auch bei uns vermehrt schwere Erkrankungen oder gar Todesfälle auftreten.

Quer durch alle Bereiche des kommunalen Lebens, sei es der Kita- oder Schulbetrieb, die Wirtschaft, der Freizeitbereich und natürlich auch in der Verwaltung, können wir die Folgen der Krise in ganz unterschiedlicher Weise feststellen. Nicht wenige Gewerbetreibende haben teils erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen, Einigen ist derzeit komplett die Geschäftsgrundlage entzogen. Die sonst so rege Vereinstätigkeit im Stargarder Land ist derzeit nicht wirklich möglich, traditionelle Veranstaltungen wie etwa Osterfeuer oder auch die Walpurgisnacht Ende April, konnten und können wahrscheinlich auch in den kommenden Monaten nicht stattfinden. Und selbst Trauungen oder eben auch Beerdigungen können aktuell leider nicht so durchgeführt werden, wie man sich das eigentlich wünschen würde.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass sich der Virus nicht auch in unserer Stadt und Gemeinden breit macht, dass sich die Pandemie möglichst bald eindämmen lässt und wir alle wieder zum normalen Leben zurückkehren können.

Bleiben Sie gesund Herzlichst,

Ihr Tilo Lorenz

Bürgermeister der Stadt Burg Stargard