• Daten und Fakten

    Burg Stargard ist eine knapp 5400 Einwohner zählende Kleinstadt etwa acht Kilometer südlich der Kreisstadt Neubrandenburg. Die Stadt ist Grundzentrum. Zur Stadt Burg Stargard gehören die Ortsteile Bargensdorf, Quastenberg, Lindenhof, Kreuzbruchhof, Sabel, Teschendorf, Gramelow, Loitz, Cammin, Godenswege und Riepke. Partnerstädte von Burg Stargard sind die Stadt Marne (Link) in Dithmarschen und die polnische Gemeinde Tychowo.

  • Sehenswürdigkeiten

    Die namensgebende Burg Stargard, die nördlichste Höhenburg Deutschlands aus dem 13. Jahrhundert umfasst heute elf Gebäude, darunter den Marstall mit dem Heimatmuseum, das Torhaus und Reste vom Bergfried. Eine historische Gewandschneiderei kleidet auf Wunsch ganze Hochzeitsgesellschaften mittelalterlich ein – seit einiger Zeit kann man sich auf der Burg auch trauen lassen

    Die Stadtkirche Burg Stargard  stammt von 1758 und wurde nach dem Stadtbrand errichtet. Der Turm wurde 1894 durch einen neugotischen Backsteinturm ersetzt. Der Kanzelaltar stammt von 1770, der Taufstein noch aus dem 13. Jahrhundert.

    Das Heilig-Geist-Hospital von 1290 ist das älteste erhaltenes Gebäude der Stadt. Es ist derzeit ungenutzt. Unter dem Dach dieses Gebäudes befindet sich eine bedeutende Wochenstube des vom Aussterben bedrohten Großen Mausohrs, einer Fledermausart.

    Das Marie-Hager-Haus ist das ehemalige Wohnhaus der Malerin mit einer ständigen Ausstellung. Neben den Werken der bekannten Künstlerin sind auch wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler zu sehen.

    Burg Stargard gilt als eine der nördlichsten Weinbauregionen Deutschlands; insgesamt stehen in Burg Stargard ca. 1200 Rebstöcke der Sorten: Regent, Blauer Portugieser, Müller Thurgau, Phoenix, Ortega und Elbling unter anderem direkt an der Burg.

  • Kultur, Freizeit und Gewerbe

    Burg Stargard

    Marie-Hager-Haus

    Sommerrodelbahn

    Burg Stargard verfügt über drei Kindertagesstätten und zwei Schulen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Einkaufsmöglichkeiten, Frisöre, Kosmetik, Solarium sowie Fußpflege.
    Die Stadt besitzt ein Gewerbegebiet mit der Ansiedlung kleinerer Unternehmen und zwei neue Wohngebiete mit Eigenheimen.

  • Geschichte

    Als das Land Stargard durch Herzog Wartislaw von Pommern 1236 an die Markgrafen Johann I. und Otto III. von Brandenburg abgetreten war, begann Stargards steinerne Geschichte mit dem Aufbau der Burg durch die Markgrafen. Im Zuges dessen entstand neben dem wendischen Dorf Stargard, sehr schnell eine deutsche Marktsiedlung am Bach „flumen Stargard“. Am 11. Januar 1259 verlieh Markgraf Otto III. dem Flecken Stargard das Stadtrecht. Wie das gesamte Land, so hatte auch Stargard schwer unter den Folgen des 30-jährigen Krieges zu leiden. 1758 wurde die Stadt bei einem Großbrand zu weiten Teilen zerstört. Danach verlor die Stadt Stargard (ab 1929: Burg Stargard) an Bedeutung und im frühen 20. Jahrhundert wurden die die letzten überörtlich wirkenden Behörden abgezogen. Mit der Inbetriebnahme der Nordbahn hatte Stargard 1877 einen Bahnanschluss bekommen, der entscheidend zur Entwicklung der Stadt beitrug. Nicht nur die Ansiedlung kleinerer Industriebetriebe kam in Gang sondern auch der Tourismus. Die Stadt mit ihrer reizvollen Umgebung lockte viele Natursuchende und Kunstmaler aus Berlin an und entwickelte sich zu einer beliebten Sommerfrische.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Städten der Region verlor Burg Stargard am Ende des Zweiten Weltkrieges nicht den ganzen Altstadtkern. “Nur“ das Rathaus und fünf weitere Gebäude gingen in Flammen auf. Das Fehlen dieser Gebäude beeinträchtigt noch heute das Stadtbild. Bis 1952 gaben Burg und Stadt ihren Namen für das Land, das Herzogtum und den Kreis. Mit der Bildung der drei Nordbezirke übernahm Neubrandenburg die führende Rolle in der Region. Burg Stargard entwickelte sich mit einer bescheidenen Industrie und Landwirtschaft zum Naherholungsgebiet für das prosperierende Neubrandenburg. Seit 1990 entwickelt sich Burg Stargard zu einem beliebten Wohnort und setzt zunehmend auf die touristische Vermarktung ihrer schönen landschaftlichen Lage und der, auf einem Hügel in der Stadt gelegenen, mittelalterlichen Backsteinburg.

    Ehrenbürger

    Es gibt drei Ehrenbürger der Stadt.

    1901 wurde Musikdirektor Friedrich Wilhelm Blank geehrt, der viele Jahre als Kantor und Lehrer in der Stadt tätig war.

    Max Reinfarth wurde im Jahr 1968 zum Ehrenbürger ernannt. Er war aktiv beim Aufbau der Stadt nach dem Krieg und half beim Aufbau der Konsumgenossenschaft in Stadt und Kreis.

    Ernst Gay, der ehemalige Bürgermeister der Stadt, wurde am 18. März 1998 die Ehrenbürgerwürde verliehen, er hat sich einen Namen als Ortschronist gemacht.